Eine Ecksuite im Hafen, hoch über den Dächern der Stadt. Die bodentiefen Fenster geben den Blick auf das bunte Lichtermeer in den Straßen und auf dem Wasser frei. Viele Lichter bewegen sich, einige leuchten hell und gleißend, andere glimmen nur schwach. Ich stehe am Fenster und lasse meinen Blick von den Schiffen und Kränen hinüber zur Reeperbahn schweifen, wo das Partyvolk in die Clubs und Bars strömt.
Ich mische mich gerne unter sie, erfreue mich an der ausgelassenen Stimmung und Fröhlichkeit, Tanz, Wein und Musik. Ich genieße gern. Auch heute Abend.
Doch es ist ein anderer Genuss, dem ich nachgehen werde. Ich habe die Lampen gedimmt, so dass mehr Schatten als Licht im Raum herrscht.
Es klopft. Ich gehe hinüber zur Tür und öffne sie. Bei ihrem Anblick huscht ein kurzes Lächeln über mein Gesicht. Sie ist wunderschön. Sie trägt einen hellen Trenchcoat, den sie fest um ihren Körper geschnürt hat. Ihre Haare hat sie zu einem Zopf zusammengeflochten, dazu  trägt dezentes Makeup. Nur ihren Mund hat sie mit einem leuchtend roten Lippenstift geschminkt.
Ich kann ihren Duft wahrnehmen, sie riecht gut. Ihr Parfüm riecht frisch, aber nicht zu lieblich.
„Bitte, komm herein.“, sage ich und gebe ihr den Weg frei.
Sie huscht an mir vorbei und bleibt im Raum stehen.
Ich schließe die Tür und drücke die Taste für die kleine rote Lampe an der Tür, die signalisiert, dass ich nicht gestört werden möchte.
Ich trete hinter sie, lege meine Hand auf ihre Schultern und gebe ihr einen Kuss in den Nacken. Ihr Gesicht spiegelt sich in der Fensterscheibe. Unsere Blicke treffen sich und ich kann ihr Lächeln sehen.
„Fühlst Du Dich wohl?“, will ich wissen.
„Ja.“, sagt sie leise.
Ich lasse meine Hände nach unten gleiten und greife nach vorne. Vorsichtig öffne ich den Gürtel ihres Mantels und befreie sie davon. Ich lege ihn zusammen und hänge über einen Stuhl. Dann wende ich mich wieder ihr zu.
Zufrieden sehe ich, dass sie meinen Anweisungen gefolgt ist. Sie trägt ein paar schwarze, halterloser Strümpfe und elegante High-Heels. Der Rest ihres durchtrainierten Körpers ist nackt. Ich drehe sie zu mir um und streiche sanft mit dem Handrücken über ihren Körper. Sie zuckt ein wenig, als ich ihre Brustwarze streife. Ihre Augen schauen mich dabei erwartungsvoll an.
Aus der Innentasche meines Jacketts ziehe ich ein paar stählerne Handfesseln hervor. Wortlos streckt sie mir ihre zarten Arme entgegen, das Eisen schließt sich mit einem Klicken um ihre Handgelenke.
Mit einem Fingerzeig bedeute ich ihr, sich umzudrehen und auf den Boden zu knien. Es fällt ihr schwer, aber es gelingt. Meine Hand an ihrem Arm gibt ihr ein wenig Halt, damit sie auf den hohen Schuhen nicht die Balance verliert.
Ich hole ein schwarzes Seidentuch hervor und verbinde ihr die Augen. Dann setze ich mich in einen Stuhl und betrachte sie. Ich trinke einen Schluck Wasser, während meine Augen über ihren Körper gleiten.  Mir gefällt ihre Wehrlosigkeit. Ich kann sehen, wie sie den Kopf leicht hebt, um nach Geräuschen zu suchen, die ihr verraten was im Raum vor sich geht. Ich bewege mich nicht. Sie soll die Ruhe im Zimmer spüren und das Gefühl für Zeit und Raum hinter sich lassen.
Langsam erhebe ich mich, geräuschlos. Sie kniet immer noch mitten im Raum. Meine Hand greift nach ihrem Kopf, sanft umfasse ich ihr Kinn und lasse meine Finger über ihre Lippen gleiten. Sie öffnet ihren Mund, nur ein Stück. Sie ist schüchtern, nicht fordernd. Zaghaft lutscht sie an meinem Finger. Ich gebe ihr etwas  Wasser aus meinem Glas, vorsichtig, damit sie sich nicht verschluckt.
Dann umfasse ich ihre Schultern und ziehe sie nach oben. Behutsam führe ich sie zum Bett und helfe ihr, sich auf dem Rücken auszustrecken. Ihre Hände führe ich über den Kopf, so dass sie das Kopfende des Bettes berühren.
Mit einer sanften Handbewegung schiebe ich ihre Schenkel ein wenig auseinander, so dass sie mit leicht geöffneten Beinen vor mir liegt. Ich beuge mich zu ihr hinab und gebe ihr einen sanften Kuss unterhalb des Bauchnabels. Ihr Oberkörper wölbt sich leicht meinen Lippen entgegen.
Leise gehe ich hinüber zum Eiskühler, in dem einige Eiswürfel bereit liegen. Ich nehme einen heraus, ohne dass ein Laut meine Absicht verrät. Sie kann meine Nähe spüren, als ich mich neben sie lege, ihre Nasenflügel saugen den Geruch meines Aftershaves ein. Ich küsse sie, am Hals, dann oberhalb ihrer Brust. Als meine Lippen einen ihrer Nippel erreichen, beiße ich sanft hinein, gerade so, dass sie einen leichten Schmerz spürt. Sie stöhnt leise auf. Ich lasse von ihr ab und lege den Eiswürfel auf die Stelle, die ich gerade noch zwischen meinen Zähnen hatte. Ein Zucken geht durch ihren Körper, sie bäumt sich auf und will instinktiv ihre Hände nach vorne nehmen. Ein kurzer Griff an die Kette der Handfesseln erinnert sie daran, sie zu lassen wo sie sind.
Der Eiswürfel gleitet über ihre Haut. Im schummrigen Licht des Zimmers kann ich erkennen, wie sich die kleinen Härchen auf ihrem Körper aufstellen und ihr Brustkorb beim Atmen auf und absenkt. Ich weiß, dass sie versucht, sich nicht zu bewegen. Und ich weiß, dass das Eis auf ihrer Haut ihr einen Schauer bereitet.
Der Würfel schmilzt langsam zwischen meinen Händen und ihrer Haut. Als er nur noch aus einer kleinen Kugel besteht, lege ich ihn auf ihre Lippen und schiebe ihn sanft in ihren Mund. Sie lässt ihn zwischen Zunge und Gaumen zergehen.
Zärtlich streichele ich ihre Brüste. Ich weiß, dass sie der Schmerz erregt, den ich ihr zufügen werde. Ihre Nippel zwischen meinem Daumen und Zeigefinger, drücke ich langsam zu. Ihr Becken hebt sich und sie atmet tief ein, bevor sie sich auf die Zähne beißt um nicht laut aufzuschreien. Ich löse den Druck etwas und schiebe meine andere Hand sanft zwischen ihre Beine. Als ich mit zwei Fingern in sie eindringe, drücke ich wieder zu. Ein unterdrücktes Jauchzen entfährt ihr, während ich sie mit meinen Fingern verwöhne und mit ihren Nippeln spiele, mal sanft, mal fester zudrücke.
Während ich dieses zarte Wesen unter mir mit meinen Händen quäle und verwöhne, spüre ich die Hingabe ihres Körpers. Sie ist eine folgsame junge Dame, denke ich. Ich werde ihr erlauben, zu kommen.

Geschrieben von hamburgdecadence

Leben. Literatur. Genuss.

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