Ihre Augen waren verbunden. Sie spürte den Druck des Seils, das um ihre Handgelenke geschlungen war, die über ihrem Kopf fixiert waren. Sie hörte das Öffnen einer Tür, die sogleich wieder mit einem lauten Krachen ins Schloss fiel. Der Raum musste groß sein, die schweren Schritte, die nun näher kamen, hallten jedes Mal, wenn einer der Absätze den harten Steinboden berührte. Ein leichter Luftzug umspielte ihren nackten Körper und auch wenn sie nicht fror, so hatten sich ihre Nippel in den letzten Augenblicken versteift. Die Schritte näherten sich weiter, bis sie spürte, dass er direkt neben ihr stand.

Eine Hand berührte sie sanft an der Schulter und glitt langsam nach vorne über ihren Körper. Sie suchte ihren Weg zwischen ihren Brüsten entlang, strich vorsichtig nach unten über den Bauchnabel hinweg und arbeitete sich behutsam weiter nach unten vor. Kurz bevor die Hand ihre Glatte Scham erreichte, verschwand sie wieder von ihrem Körper.

Stattdessen legten sich zwei Lippen auf ihren Nacken und küssten sie sanft. Sie konnte sein Aftershave riechen, es duftete frisch und männlich. Sie konnte ein Knie fühlen, das langsam von hinten ihre Beine auseinanderschob, so dass das Seil um ihre Hände sich spannte.

„Öffne Deinen Mund.“, befahl er ihr. Sie tat es und merkte, wie er sie mit einem weichen Tuch knebelte. Er zog den Knoten fest, so dass das Tuch leicht in ihre Mundwinkel einschnitt.  Seine kräftigen Hände umfassten ihre Hüften und zogen sie ein wenig nach hinten, so dass sie fast auf Zehenspitzen stehen musste, um nicht umzufallen.  „Bleib so.“, hörte sie seine Stimme.

Er entfernte sich einige Meter, doch sie spürte, dass seine Blicke immer noch auf ihrem Körper ruhten. Sie konnte hören, wie er sich auf einen hölzernen Hocker setzte. Vermutlich betrachtete er sie gerade, wie sie auf Zehenspitzen, den Po weit nach hinten gestreckt, die Hände über dem Kopf gefesselt, mit verbundenen Augen und geknebelt, nackt und wehrlos im Raum stand.

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Viele Gedanken gingen durch ihren Kopf. Was würde er mit ihr anstellen? Würde er sie nur betrachten? Würde er auf seinem Stuhl sitzen bleiben und sich an ihrem Anblick erfreuen? Oder daran, dass er wusste, wie sie darüber nachsann, was als nächstes mit ihr geschehen würde? Würde er mit ihr spielen? Vielleicht hätte er Freude dran, ihre harten Nippel zwischen seinen Fingern zu liebkosen. Sie sanft zu küssen oder hineinzubeißen. Er könnte ihren Bauchnabel mit seinen Lippen verwöhnen, sich vor sie knien und vielleicht noch tiefer gehen.

Vielleicht würde er seine Hände unsanft von hinten zwischen ihre Beine graben und seinen Mittelfinger in sie hineinschieben, sie damit so lange in den Wahnsinn treiben, bis sie es nicht mehr aushielt. Vielleicht würde er ihr etwas unter die Nase halten, eine süße Erdbeere oder ein Stück Schokolade; Ihr sagen, wie gerne er es ihr in den Mund stecken würde, was aber aufgrund des Knebels leider nicht ginge. Oder er würde ihren kleinen, nackten Hintern mit einer Lederpeitsche liebkosen, erst zart, dann härter und dann so hart, dass sie die Zähne in den Stoff des Knebels graben würde. Wenn ihre Haut dann vor Schmerz brannte, würde er seine kühle Hand darüber streichen, beide Hände um ihre Hüften schließen und seinen harten Schwanz in sie hineinstecken. Dann würde er sie ficken. Langsam, intensiv, hart.

Ihre Gedanken kreisten. Dann hörte sie, wie er sich von seinem Stuhl erhob und sich langsam näherte. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und für einen Moment stockte ihr der Atem. Dann fühlte sie…
Hamburgdecadence
26. Juli 2017

 

Geschrieben von hamburgdecadence

Leben. Literatur. Genuss.

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