Es war ein langer Abend gewesen, sie hatten getanzt, gefeiert, gelacht und getrunken. Dann hatte er ihre Hand genommen und sie mit sich gezogen. Ihr Herz hatte schneller zu schlagen begonnen, als er dem Fahrer nicht ihre Adresse genannt hatte um sie zu Hause abzusetzen, wie er es nach ihren letzten Verabredungen getan hatte. Er hatte die Adresse des Hotels genannt, in dem er wohnte, wenn er die Stadt besuchte.
Dort befand Sie sich nun, in einer Turmsuite hoch oben über der Stadt, unter sich die Lichter in den Straßen und den kleinen Fenstern der übrigen Häuser. Es war eine geräumige Suite, mit mehreren Räumen, von gedimmten Deckenflutern in warmes, schummriges Licht getaucht.

„Warte hier!“, hörte sie ihn sagen, als er sie ins Schlafzimmer führte. „Du darfst es dir bequem machen.“
„Wo gehst du hin?“, fragte sie, bemüht ihm nicht in die Augen zu schauen, damit er ihr Verlangen nicht sofort entdecken würde.
„Ich muss noch ein Telefonat führen, danach werde ich mir einen Drink machen.“ Er machte eine Pause, während er sie betrachtete und langsam die schwarze Fliege um seinen Hals aufzog, bevor er sie achtlos auf dem Nachttisch liegen ließ. „Dann werde ich zu dir kommen.“
„Ich möchte nicht auf dich warten, ich will dich jetzt.“, flüsterte sie, während sie sich aufs Bett setzte und nach seiner Hand griff.
Er nahm sie und streichelte sanft darüber. „Es ist wichtig, hörst du?“
„Ich bin auch wichtig, oder nicht?“, hörte sie sich sagen. „Und ich habe Lust auf dich, ich will nicht auf dich warten müssen.“ Die Laszivität in ihren Augen konnte sie nun nicht mehr verbergen.
Er lächelte, beugte sich leicht zu ihr hinunter und gab ihr zärtlich einen Kuss auf den Handrücken. „Du wirst dich gedulden, hörst du? Und ich möchte, dass du brav bist, während du auf mich wartest.“
Dann ließ er ihre Hand los und verließ das Schlafzimmer, ohne die Tür hinter sich zu schließen.
„Du verpasst etwas!“, rief sie durch die offene Tür hinter ihm her, doch er antwortete nicht. Langsam stand sie auf, schlüpfte aus ihren High Heels und ließ ihr elegantes Cocktailkleid von ihren Schultern gleiten, bevor sie es über einem Kleiderständer drapierte. Danach folgten ihre Strümpfe. Sie zögerte. Sollte sie vielleicht etwas anbehalten? Oder sich ihm nackt präsentieren? Was würde ihm gefallen? Sie entschied sich, aufs Ganze zu gehen. Ihr BH und das elegante Spitzenhöschen glitten über ihre sanfte Haut, langsam nach unten, bevor sie zu Boden fielen. Dann ließ sie sich auf das große, einladende Bett fallen und drehte sich auf den Bauch. Er sollte ihren Körper sehen, wenn er zurückkehrte. Er sollte sich nach ihr verzehren. Sie lauschte, ob er bereits zurückkehrte. Doch sie hörte nichts. Er musste im hinteren Teil der Suite verschwunden sein und sein Telefonat führen. Was würde er mit ihr machen? Sie stellte sich vor, wie er sie mit seinen kräftigen Händen massieren würde, ihre Brüste liebkoste und sie sich leidenschaftlich küssten. Dann würde er ihre Hüften umfassen und sie an sich heranziehen bevor er sanft, aber kraftvoll mit seinem schönen, harten Schwanz in sie hineinglitt.
Eine Gänsehaut umfasste sie bei den Gedanken, dass er sie leidenschaftlich nehmen würde, während seine harten Stöße sie langsam zum Höhepunkt trieben.
Gedankenverloren ließ sie ihre Hände unter ihrem Bauch entlang zwischen ihre Beine gleiten, hob die Hüfte ein wenig an und schob ihren Mittel- und Zeigefinger in ihr Allerheiligstes.

„Störe ich?“
Sie erschrak und öffnete die Augen, so dass Ihr Blick in Richtung der Tür fiel. Da stand er, an den Türrahmen gelehnt, mit einem Drink in der Hand. Er nahm einen Schluck, sie konnte das Klirren der Eiswürfel im Kristallglas hören, dann fühlte sie seinen Blick auf ihrem Körper.
„Sagte ich nicht, dass du warten sollst, bis ich wieder da bin?“ Seine Stimme klang ruhig und warm und doch konnte sie einen ernsten Ton in seinen Worten erkennen.
Sie sah ihn mit einem kecken Gesichtsausdruck an. „Du hast mich warten lassen.“, sagte sie vorwurfsvoll, mit einem leicht schnippischen Unterton.
„Ja, ich habe dich warten lassen. Ich wollte sehen, ob du dich gedulden kannst.“
„Komm her.“, flüsterte sie, „ich will nicht weiter warten.“
Er nahm noch einen Schluck, dann ging er hinüber zu dem kleinen Nachttischchen, das neben dem Bett stand um seinen Drink dort abzustellen. Dann setzte er sich neben sie auf das Bett und strich ihr sanft über das Haar.
„Habe ich dir erlaubt, dass du dich ohne mich vergnügst?“, fragte er, während seine Hand langsam an ihrem Kopf entlang in Richtung ihres Halses und zu ihrem Nacken wanderte.
Sie schluckte. „Ich konnte es nicht mehr erwarten.“, flüsterte sie kleinlaut.
Er hob eine Augenbraue.
„Komm her und fick mich.“, hauchte sie und streckte ihren Arm nach ihm aus, als wolle sie ihn ins Bett zerren.
„Du warst ein ungezogenes Mädchen, meine Liebe.“, ließ er sie wissen, während er mit seiner rechten Hand ihr Kinn anhob, so dass er ihr direkt in die Augen schauen konnte.
Ihr Herz schlug schneller und die kleinen, feinen Härchen auf ihrer Haut begannen, sich aufzurichten.
„Entschuldige bitte, ich hatte solche Sehnsucht.“, flötete sie und riss die Augen auf, um ein möglichst unschuldiges Bild abzugeben.
„Ich bin nicht sicher, ob es mit einer Entschuldigung getan ist….“

Fortsetzung

Geschrieben von hamburgdecadence

Leben. Literatur. Genuss.

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